Da wir häufiger auf das Thema Plastikverpackungen in der Ökokiste angesprochen

werden, wollen wir an dieser Stelle die wichtigsten Argumente liefern, warum Sie

genutzt werden und warum wir keine Biokunststoffe dabei verwenden.

 

Warum verpacken wir überhaupt in Plastik?

Die Auskleidung der Kisten und die Verpackung einzelner Produkte dienen zum Schutz

und zum Erhalt der Qualität der gelieferten Produkte. Die Folien schützen z.B. im

Winter vor Frost und im Sommer erhalten sie die Frische. So sind unsere Produkte

länger haltbar und Sie können sie länger in bester Qualität genießen.

 

Was ist Bioplastik?

Bioplastik oder auch Biokunststoffe sind Kunststoffe, die aus nachwachsenden

Rohstoffen hergestellt werden, egal ob sie biologisch abbaubar sind oder nicht. Eine

zweite Definition schließt alle biologisch abbaubaren bzw. kompostierbare

Kunststoffe ein, unabhängig von ihrer Rohstoffbasis.

Neben den Hauptausgangsstoffen Stärke und Cellulose, die vor allem aus Mais und

Zuckerüben, bzw. Hölzern gewonnnen werden, kommen z.B. auch Chitin, Casein,

Gelatine, Getreideproteine sowie Pflanzenöl als mögliche Ausgangsstoffe infrage.

 

Warum verwenden wir kein „Bioplastik“?

Bioplastik ist nicht automatisch besser! Es treten in erster Linie drei Probleme beim

Bioplastik auf:

1. Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion: Wie bei den Biokraftstoffen auch,

stellt der Anbau von stärkehaltigen Feldfrüchten mit ihrem hohen Flächenbedarf eine

Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion dar. Als weitere Folgen davon ergeben

sich Spekulationen auf Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise.

2. Keine Gentechnikfreiheit: Bei Produkten aus Maisstärke kann nicht garantiert

werden, dass sie keinen gentechnisch veränderten Mais enthalten. Darüber hinaus

wird in der Forschung gezielt an gentechnisch veränderten Kartoffeln mit

Biokunststoff als Nebenprodukt „gezüchtet“.

3. Bedingte Abbaubarkeit: Nur weil ein Kunststoff aus nachwachsenden und nicht

aus fossilen Rohstoffen hergestellt wurde, bedeutet dies nicht automatisch, dass er

deshalb besser biologisch abbaubar wäre oder gar einfach kompostierbar ist. Im

Gegensatz zu herkömmlichem Plastik kann es nicht recycelt werden, sondern

müsste über den Restmüll entsorgt werden.

Darüber hinaus werden sowohl beim Anbau, durch die Düngung, als auch bei der

Deponierung und Zersetzung, schädliche Klimagase freigesetzt.

Kompostierbare Verpackungen kosten derzeit das Dreifache, dies müssten wir auf

Sie als Kunden umlegen. Diesen hohen Preis wollen wir Ihnen, auch aufgrund der

fehlenden Sicherheit in Bezug auf Gentechnikfreiheit, nicht zumuten. Wir hoffen,

dass unsere Argumente nachvollziehbar für Sie sind und wir damit in Ihrem Sinne

handeln. Wir behalten die Entwicklungen der Biokunststoffe selbstverständlich weiter

im Auge und werden Sie entsprechend auf dem Laufenden halten.

 

Mit informierten Grüßen

Ihr Team von der rollenden Gemüsekiste