Wenn die ersten Herbstnebel steigen, sind die kugeligen Knollen – das sind die verdickten, fleischigen Wurzeln des Selleries – reif für die Ernte. Er ist zwar ein einheimisches Gemüse, welches aber im Mittelmeerraum auch wild wächst. Bereits Homer erwähnte den Sellerie in der Odyssee und die alten Römer verarbeiteten Sellerie mit Datteln und Pinienkernen zu Spanferkel-Füllungen. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen regt den Stoffwechsel an. Es ist also empfehlenswert mit Sellerie ab und zu eine Entschlackungskur zu machen. Harnwegsinfektionen und rheumatische Erkrankungen können durch eine Selleriekur gelindert werden. Die gesunden Knollen sind eine ideale Ergänzung für den Küchenzettel in den Herbst – und Wintermonaten. Man sollte sie nicht nur als Suppengewürz, sondern vorwiegend für Salate und Gemüse oder als Saft verwenden – es gibt viele Variationen.  

Zur Vorbereitung in der Küche wird die Knolle gewaschen, geschält und im Ganzen oder in Scheiben geschnitten in Zitronenwasser gekocht oder mit der Schale gedämpft. Wird er roh verwendet, soll er nach dem Schneiden oder Raspeln sofort mit etwas Zitronensaft beträufelt werden (das verhindert das Braunwerden). Er schmeckt roh als Salat mit Äpfeln, Nüssen und Karotten mit Rahmdressing. Gekochter Knollensellerie wird als klassischer Selleriesalat mit Essig-Öl-Marinade, als vegetarisches Schnitzel in Scheiben geschnitten, paniert und gebacken, als Püree zu Fisch oder Gemüsebeilage serviert. Angeschnittene Knollen kann man im Kühlschrank drei bis vier Tage lagern, wenn man sie gut in Frischhaltefolie einwickelt.