Oft werden wir gefragt, warum unsere Zitronen und Orangen hin und wieder etwas „zu grün“ geliefert werden.
Der Verbraucher wünscht sich gleichmäßig gelbe Zitronen und intensiv-farbige Orangen.

Jedoch bei Zitrusfrüchten gilt: Die Ausfärbung sagt nichts über den Reifegrad aus!

Gerade im Sommer und im Herbst fehlt den Zitrusfrüchten in den südlichen Länder etwas Entscheidendes:
Die Kälte – besser gesagt die Nachtfröste.

Sie sind in der kalten Jahreszeit verantwortlich für einen chemischen Prozess, welcher die Farbe der Schale bildet. In den heißen Jahreszeiten fehlt dieser Prozess – und somit werden die Früchte auch dann geerntet, wenn die Farbe nicht wie gewohnt ist. Trotzdem haben sie Ihren optimalen Reifegrad erreicht – Aroma, Saft- und Zuckergehalt sind zu diesem Zeitpunkt am Besten.

Was macht den Unterschied von bio zu konventionellen Früchten? Um den Händlern und Verbrauchern ein „perfektes“ Produkt präsentieren zu können, werden in den warmen Jahreszeiten die Früchte mit Ethylen behandelt. Es sorgt für die intensive Farbe von Zitronen und Orangen. Zwar ist Ethylen ein natürliches Pflanzenhormon, welches bei der Reifung der Früchte entsteht, doch bedeutet eine gezielte Behandlung der Früchte einen direkten Eingriff auf das natürliche Wachstum in die Natur.
In der Bio-Branche wird daher auf diese Methode meist verzichtet.