Pastinaken –  gesund, lecker und kinderleicht zu verarbeiten!

Die würzige und nährstoffreiche Wurzel erlebt in den letzten Jahren ein richtiges Revival. Ihr Geschmack ist süßlich, intensiv würzig und erinnert leicht an Wurzelpetersilie. Die Pastinake ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Ihre Erntezeit beginnt im Oktober und sie ist den ganzen Herbst und Winter verfügbar. Auch in Babygläschen ist Pastikanke sehr bliebt. Von den Inhaltsstoffen besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Niacin und Kalium. Niacin braucht der Körper für den Stoffwechsel, die Verdauung, die Haut und Nerven, Kalium ist für den Wasserhaushalt und die Funktion von Nerven und Muskeln verantwortlich.
Zur Verwendung, waschen und schälen Sie die Wurzel. Sie schmeckt geraspelt als Rohkost – besonders lecker mit Feldsalat gemischt – im Ofen gebacken mit Meerrettichsoße oder in feine Scheiben geschnitten als Chips frittiert. Pastinaken enthalten Kümmelöl, deshalb werden sie gerne mit blähendem Gemüse kombiniert. Sie harmonieren geschmacklich aber auch gut mit Karotten und Kartoffeln. Zum Würzen eignen sich Kräutersalz, Anis, Koriander und eine Prise Muskatnuss.

Wirsing – das grüne Powergemüse

Aus den grünen, wunderschön anzusehenden gekräuselten Wirsing lassen sich herrliche Gerichte zubereiten.
Er ist ein richtiges Powergemüse. Für den typischen Geschmack sind Glucosinolate verantwortlich. Diesen bioakitven Pflanzenstoffen schreibt man positive gesundheitliche Effekte, wie antimikrobielle Wirkung und Senkung des Krebsrisikos zu. Kohl ist eine gute Vitamin A-C-E-Quelle. Auch ist er reich an Ballaststoffen, Folsäure, Kalium, Eiweiß, Calcium, Magnesium und Eisen. Zur weiteren Verarbeitung in der Küche entfernt man welke Blätter und wäscht ihn anschließend. Dann vierteln oder achteln und evtl. in feine Streifen schneiden. Bei Verwendung von ganzen Blättern den Strunk kreuzförmig einschneiden und den Kohl im Ganzen kopfüber in kochendes Salzwasser geben: Drei bis fünf Minuten kochen, herausheben, abtropfen lassen, die Blätter vorsichtig ablösen und sofort mit kaltem Wasser abbrausen. Für Rouladen werden die dicken Rippen flach geschnitten oder etwas weich geklopft. Ideale Gewürze sind Kümmel, Lorbeerblätter, Nelken und Muskatnuss. Diese mildern die Kohleigenschaften etwas, aber auch Curry oder Paprikapulver eignen sich sehr gut. Von den Kräutern passen Thymian, Koriandergrün, Majoran und Schnittlauch zu Kohl. Durch die Beigabe von Speck oder Bratenfett bekommt der Kohl eine rustikal-würzige Note.

Beide Herbstgemüse baut Alexander Fuchs in seiner Bioland-Gärtnerei in Schrobenhausen für uns an.