Da Chicoree im Tageslicht schnell grün wird, ist bei der Lagerung unbedingt zu beachten, dass er kühl und dunkel aufbewahrt wird. Am besten schlägt man die Stauden in ein feuchtes Tuch ein und legt sie in das Gemüsefach des Kühlschranks. Hier hält er sich ca. 1 Woche.

Zubereitung: Den Chicoree erst kurz vor dem Servieren zubereiten, da er sich an der Luft nach einiger Zeit dunkel verfärbt; mit etwas Zitronensaft darüber geträufelt kann dies verhindert werden. Bei einem frischen Chicoree entstehen kaum Putzabfälle. Den Wurzelansatz (Strunkende) knapp abschneiden, dann können die Blätter einzeln abgelöst werden. In vielen Kochbüchern wird empfohlen wegen des bitteren Geschmacks die Blätter in warmes Wasser zu legen. Wegen der Vitaminverluste empfehlen wird das jedoch nicht.
Wem der Chicoree wirklich zu bitter ist, kann den bitterstoffreichen Strunk wie einen Keil aus dem unteren Teil herausschneiden. Man sollte jedoch beachten, dass somit auch wertvolle Inhaltsstoffe mit herausgeschnitten werden. Besser ist es, ihn gut zu waschen und so zu würzen, dass die Bitterstoffe abgemildert werden z. B. mit Sahne, Zitrone und auch Banane. Als Salat zubereitet wird er sehr gerne mit anderen Blattsalaten oder mit Früchten wie Bananen, Mandarinen, Orangen oder Äpfeln kombiniert.
Die ganzen Blätter können auch für gefüllte Chicoreeschiffchen z.B. mit Meeresfrüchtesalat verwendet werden. Chicoreeblätter können ebenfalls gedünstet oder überbacken mit verschiedenen Gewürzen (Ingwerwurzel, Knoblauch) verfeinert als Gemüse angeboten werden. Beim Dünsten sollte etwas Zitronensaft dazugeben werden, damit die schöne Blattfarbe erhalten bleibt.

Unseren Chicoree erhalten wir nächste Woche in bester Demeter-Qualität vom Hofgut Rengoldshausen aus Überlingen am Bodensee.
Das Hofgut ist Demeter zertifiziert und bietet neben der Landwirtschaft und der Gärtnerei auch einen Ökokisten-Lieferservice an.
Schon seit alters her gab es in Rengoldshausen einen Bauerngarten mit Gemüse und Blumen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde auf Gemüse- und Zierpflanzenanbau umgestellt, Gewächshäuser wurden gebaut, ein „ab Hof“-Verkauf eingerichtet und auf dem Überlinger Wochenmarkt konnten Rengoldshauser Produkte verkauft werden. 1987 wurde die Gärtnerei von der „Gesellschaft zur Förderung der Jugend durch die Landwirtschaft“ übernommen. Bis heute konnte die Anbaufläche der Gärtnerei von ursprünglich 1,5 ha auf 30 ha erweitert werden.